SDGs & Kreislaufwirtschaft

Die Kreislaufwirtschaft in den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Agenda 2030) 

Die Idee der Kreislaufwirtschaft findet sich auch in den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals - SDGs). Ziel 12 fordert zu nachhaltigem Konsum und nachhaltigen Produktionsmustern auf ("Ensure sustainable consumption and production patterns"). Die Kreislaufwirtschaft wird zudem einer ganzen Reihe von weiteren Nachhaltigkeitszielen zugeordnet, da sie zum Erreichen dieser Ziele einen wichtigen Beitrag leisten kann. Hierzu gehören z. B. Ziel 6 (sauberes Wasser), Ziel 8 (nachhaltiges Wirtschaftswachstum), Ziel 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), Ziel 11 (nachhaltige Städte und Gemeinden), Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), Ziel 15 (Leben an Land). Ziel 12 wird daher auch als Querschnittsziel bezeichnet. 

Ziel 12 spricht sowohl VerbraucherInnen als auch Politik und Wirtschaft an. Zu den elf Unterzielen gehören u. a.:

  • die Umsetzung des Zehnjahresprogramms für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster der UNO,
  • ein umweltverträglicher Umgang mit Chemikalien und allen Abfällen,
  • die deutliche Verminderung des Abfallaufkommens durch Wiederverwertung,
  • die Halbierung der Nahrungsmittelverschwendung,
  • die Ermutigung von Unternehmen zu einer nachhaltigen Unternehmensführung sowie
  • die Förderung von Nachhaltigkeitskriterien im öffentlichen Beschaffungswesen.

Die Ziele nachhaltiger Entwicklung sind politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN), die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Die Ziele wurden in Anlehnung an den Entwicklungsprozess der Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) entworfen und traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030) in Kraft. Zur Umsetzung dieser Ziele sind alle gesellschaftlichen AkteurInnen aufgerufen.